Veranstaltungen und Termine


Aktuell

Der Volkschor 1871 Edenkoben präsentiert sich neu

29.10.2022

Chronik

Der Volkschor Edenkoben im Goethepark Landau

17.07.2022

Die Konzertmuschel im Goethepark lag noch angenehm im Schatten und nur wenige Sonnenflecken ließen die zu erwartende Sommerhitze erahnen. Dr. Maximilian Ingenthron, Bürgermeister der Stadt Landau und als Dezernent zuständig für das Amt für Schulen, Kultur und Sport begrüßte zunächst mit warmen Worten den Volkschor Edenkoben und den Chorleiter Michael Hilschmann zur dritten Veranstaltung in der diesjährigen Reihe der Goetheparkplaudereien. Durch das Programm führte anschließend charmant und kurzweilig Dr. Claudia Müller-Grimm.

Der Chor startete temperamentvoll mit dem Lied „Ja-Da“, einem Jazztitel, den Bob Carleton bereits im Jahr 1918 komponierte, hier gesungen nach dem Arrangement von Robert Sund. Das folgende, als Kanon vorgetragene Lied „Singe mer zusamme“, im Original mit dem Titel „Singing all together“, war ursprünglich von Thord Gummesson komponiert worden, dessen Fassung auf unsere schöne Pfalz umgeschrieben wurde.

„If you´re happy“, von Robert Sund und dem norwegischen Komponisten Helge Forde, war vor allem den Zuhörerinnen und Zuhörern bekannt, die gerne auch einmal Gospel-Titel hören.

Nun war das Publikum gefragt. Chorleiter Michael Hilschmann spielte ein Lied an, dessen Titel erraten werden sollte. Eine Dame gewann eine Flasche Winzersecco, weil sie als erste das bekannte deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei“ erkannte.

Es folgte der Song „Heaven is a wonderful place“ nach einem Arrangement von Wolfgang Koperski. Im Text heißt es „Der Himmel ist ein wunderbarer Ort, erfüllt von Herrlichkeit und Gnade, ich möchte das Gesicht meines Erlösers sehen, der Himmel ist ein wunderbarer Ort, ich möchte dorthin gehen“ und auch hier gibt die Mehrstimmigkeit dem Gospel wieder seine gewohnte Kraft und Tiefe. Danach ging es gefühlvoll mit „Sing Hallelu“ weiter, ehe dann ein deutscher Titel folgte, nämlich „Alles ist möglich“ mit einem Text von Thomas Laubach und der Melodie von Michael Lätsch. Das Lied beschreibt, dass durch Liebe einfach alles möglich ist, dass die Liebe lebendig macht, dass Versöhnung erreicht werden kann und durch die Liebe Menschlichkeit erreicht wird.

„Die Gedanken sind frei“ ist ein deutsches Volkslied, das bereits Ende des 18. Jahrhunderts entstanden ist und immer wieder in Zeiten von politischer Unterdrückung oder Gefährdung ein Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit war. 1832 beim Hambacher Fest wurde es als Protest gegen die Karlsbader Beschlüsse gesungen. Auch Sophie Scholl soll das Lied 1942 an der Gefängnismauer auf der Blockflöte gespielt haben, als ihr Vater eingesperrt worden war, weil er sich kritisch geäußert hatte. Am geschichtsträchtigen 9. November 1948 stimmten 300.000 Berliner nach der berühmten Rede des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter ebenfalls spontan „Die Gedanken sind frei“ an. Es wird deutlich, dass dieses Lied der Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmtheit ist und auch im Jahr 2022 aktueller denn je.

Gemeinsam mit dem Publikum sang der Volkschor das Freiheitslied.

Die anschließend vorgetragene Rockballade „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen aus dem Jahr 1987 beschreibt das Freiheitsbedürfnis in modernen Worten.

Mit dem populären amerikanischen Folksong „Shenandoah“ wurde die romantische Liebe zu einer Häuptlingstochter im frühen 19. Jahrhundert am Missouri in den USA besungen.

Den rhythmisch mitreißenden „Wellerman Song“ gibt es als traditionelles Shanty schon lange und in immer wieder neuen Versionen. Der Volkschor präsentierte eine ganz spezielle deutsche Version.

Nun folgte ein instrumentales Solo auf dem Klavier, gefühlvoll vorgetragen von Chorleiter Michael Hilschmann, „Wach auf, meins Herzens Schöne“, ein zartes Liebeslied aus dem 16. Jahrhundert.

„Was kann schöner sein“, auch unter dem Namen „Que Sera Sera“ bekannt, wurde ursprünglich für den Film „Der Mann, der zu viel wusste“ von Alfred Hitchcock geschrieben. Gesungen wurde es im Film von Doris Day und das Lied bekam 1957 als bester Song sogar einen Oscar.

„Du kannst nicht immer 17 sein“ war vor allem für die Schlager-Freunde ein Highlight, denn das Lied von Chris Roberts war seinerzeit ein echter Hit. Einen Evergreen gab es mit „Seemann – deineHeimat ist das Meer“. Lolita sang den Schlager zwar bereits 1960, aber im Jahr 2022 ist er immer noch ein Ohrwurm.

Bei dem Mitmachlied „Mango, Mango“ war das Publikum schließlich vollends begeistert, als unter der temperamentvollen und fachkundigen Anleitung des Chorleiters ein musikalischer Fruchtsalat entstand.

Michael Hilschmann brachte mit „You raise me up“ einen weiteren beliebten Instrumentaltitel zu Gehör, der auf besinnliche Weise Mut macht.

Abschließend erklang vom Volkschor das schwungvolle und temporeiche Gospel „Sana Sananina“ aus Botswana, Afrika.

Im Verlauf der musikalischen Darbietungen gab es auch ein kurzes Interview mit Michael Hilschmann, der mittlerweile auf 10 Jahre Chorleitertätigkeit beim Volkschor zurückblicken kann und nun mit kreativer Begeisterung mit dem Chor zusammen den Weg in eine moderne Zukunft gestalten will. Das 150-jährige Chorjubiläum wird in diesem Jahr mit einem besonderen Konzert am 29. Oktober 2022 im Kurpfalzsaal in Edenkoben noch einmal richtig gefeiert werden unter Mitwirkung von Annette Postel, der bekannten Chansonsängerin und Operncomedienne.

Der Volkschor heißt neue Sängerinnen und Sänger gerne herzlich willkommen; die Proben sind außerhalb der Schulferien immer am Donnerstagabend um 19:30 Uhr in der Aula der Grundschule in Edenkoben.

Zum Jubiläumsjahr 2019
"Om Shanti - mit Liedern um die Welt"

26.05.2019

Chorkonzert des Volkschors Edenkoben mit dem Polizeichor Hamburg.



Der Volkschor Edenkoben unter der musikalischen Leitung von Michael Hilschmann bot am Wahlsonntagabend im vollbesetzten Kurpfalzsaal mit Liedern um die Welt ein musikalisches Programm, das von den Besuchern mit großem Beifall bedacht wurde. Mal pfiffig, mal gefühlvoll trug der Volkschor Lieder aus fünf Kontinenten vor, die der Chorleiter dem Mott o des Abends entsprechend ausgewählt hatt e. Mit „ Ja-Da“, Jazz aus denUSA, „Sithi Molweni“, einem traditionellen Begrüßungslied von den Xhosa aus Südafrika, dem Banana Boat Song aus Jamaica und dem Spritual „Jacob's Ladder“ begann die musikalische Weltreise. Das Lied zum Jubiläumsjahr „Wer einmal in Edenkoben war" erlebte eine besondere Uraufführung mit Chorleiter Michael Hilschmann, der die Hymne nach einem Text von Peter Mayrhofer komponiert hatte. Sophie Grünagel, Weinprinzessin von 2018 in Edenkoben, führte als Moderatorin charmant durch den Abend.

Musikalische Mitstreiter waren an diesem Abend die Sänger des Polizeichors Hamburg, der schon seit 1983 viele schöne Konzerte mitgestaltet hat. Unter Leitung von Kazuo Kanemaki wurden unter anderem „Tourdion“ von Pierre Attaingnant, „Die Rose“ von Amanda McBroom gekonnt vorgetragen. Zum Ende des ersten Teils gefiel der „Zott elmarsch“, bei dem Kazuo Kanemaki mit einem antiken Polizeihelm vor dem Chor auf und ab marschierte.

Einen gelungenen Auftritt hatten die „Singing Friends“, der Chor im Volkschor. Überwiegend jüngere Frauen, die zu diesem Projekt neue Mitsängerinnen gefunden hatten, präsentierten „Mariposa“ aus Bolivien, „ The Rhythm of Life“ aus dem Musical Sweet Charity und „My Music“ und sorgten für gute Laune beim Publikum.

Den weiteren Part übernahm wieder der Volkschor mit Liedern aus Südafrika, Deutschland, den USA und Österreich. Der Chor wurde rhythmisch von Cedric Goldmann an den Bongo-Trommeln und am Flügel von Dr. Clemens Kuhn unterstützt, beide souveräne Instrumentalpartner.

Der Seemannsteil des Polizeichors Hamburg umfasste sechs Lieder und steigerte nochmal die gute Laune des Publikums. Nach reichlichem Beifall sangen alle Mitwirkenden zusammen mit dem Publikum das Heimatlied „Pfälzer Wind“ zum Abschluss des Konzerts.

Veranstalter: Volkschor Edenkoben

Der Volkschor Edenkoben zu Gast in Prag

vom 08.05.2019 bis 15.05.2019

Die diesjährige mehrtägige Chorreise des Volkschors Edenkoben führte in diesem Jahr eine gut gelaunte Reisegruppe in die Hauptstadt der tschechischen Republik.

Die goldene Stadt an der Moldau präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer besten Seite, sodass den interessierten Chormitgliedern zahlreiche unvergessliche Eindrücke zuteil wurden. Die malerische Prager Altstadt, der geschichtsträchti ge Burgberg Hradschin, sowie die weltberühmte Karlsbrücke gehörten zum Besichtigungsprogramm mit den sympathischen Reiseführerinnen Alena und Bronka. Die Stadt Pilsen, bekannt wegen des Pilsener Biers und der Skodawerke und im Jahr 2015 Kulturhauptstadt Europas, war ein reizvolles Ausflugsziel mit gemütlichem Ausklang in einem Brauhaus.


Höhepunkt der Chorreise war die Teilnahme am Benefizkonzert des tschechischen Partnerchors „PRAZSKY SMISENY SBOR“ in der Salvatorkirche im Herzen des jüdischen Viertels. Der Volkschor erlebte zunächst einen Auft ritt des gastgebenden Chors und eines temperamentvollen Schülerchors mit überwiegend geistlich geprägter Chorliteratur.

In der schönen Akustik der Kirche konnten anschließend die Sängerinnen und Sänger des Volkschors Edenkoben mit Chorleiter Michael Hilschmann am Flügel eine Reihe von Liedern aus dem aktuellen Repertoire zu Gehör bringen, die die Zuhörer sichtlich begeisterten.

Man verabschiedete sich herzlich mit der Aussicht auf einen Gegenbesuch in der Pfalz.